Fahrrad-Ausflug im Hells Gate National Park

Da unser aktuelles Hotel umgeben ist von grossen Bäumen, leben hier nebst Affen auch unzählige Arten von Vögeln. Diese übernahmen heute Morgen dann auch den Weckdienst.

Nach einem eigens nach unseren Wünschen zubereiteten Frühstück machten wir uns auf in Richtung Hell Gate National Park, da wir planten dort eine Fahrradtour zu machen.

Bereits die Auswahl der Fahrräder wäre eine eigene Geschichte wert. Unsere Modis waren entsetzt über die Auswahl von Fahrrädern, da man schon mal lange suchen musste, um ein Fahrrad mit funktionierenden Bremsen zu finden. Als sie dann noch begriffen, dass man hier wohl vergebens einen Velohelm sucht, geriet die ihre kleine Welt gerade etwas ins Wanken und wir als Eltern etwas in Erklärungsnot zumal sie von uns gelernt hatten, immer einen Velohelm zu tragen. Nachdem sie sich mit dieser „gefährlichen“ Situation abgefunden hatten, ging es los in Richtung Haupteingang. Unsere 4 Fahrräder wurden hinten auf einem Motorad dorthin transportiert während wir in unserem Offroader dorthin chauffiert wurden.

Beim Haupteingang kämpften wir rund eine halbe Stunde mit Zahlungsproblemen, da hier sämtliche Parkeintritte direkt an die Regierung gehen und nur online über eine unterirdische Webseite beglichen werden können. Am Ende zahlte der Guide und das Abenteuer konnte losgehen.

Leider war es etwas ein Kampf die Modis davon zu überzeugen, dass es sich um ein einmaliges Erlebnis handelt, da die mentalen Hürden heute unüberbrückbar waren (nicht einmal dem übermotivierten Guide gelange es die Laune nachhaltig zu heben). Ich war beeindruckt von der Schönheit dieser Landschaft. Wer hat denn schon die Chance umgeben von Zebras, Warzenschweinen, Giraffen und anderen Wildtieren eine Fahrradtour zu unternehmen.

Cool fand ich, dass sich die Modis am Abend bei uns Eltern entschuldigten, dass es ihnen nicht gelang sich auf dieses Abendteuer einzulassen und einfach den Moment zu geniessen. Dieses Verhalten berührte mich als Papa sehr, da wir alle mal einen schlechten Moment oder Tag haben, es aber Reflexionsfähigkeit und Grösse braucht sich zu entschuldigen.

Nach unserem Mittagessen um ca. 14:00 „chillten“ wir noch gemütlich im Hotel. Während es hier am Äquator ca. 18:00 bereits Dunkel wird, machten wir mit einem 2-stündigen Stromausfall einen für uns verwöhnte Schweizer eine eher ungewohnten Erfahrung. Zum Glück kehrte der Strom zum Nachtessen zurück und wir konnte erkennen, was wir assen 😉

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