Blut schwitzen beim „Coiffeur“

Wie im normalen Alltag braucht es auch auf einer langen Reise immer mal wieder Momente in denen man „wirklich“ nichts tut. Dolce far niente: Soweit das mit kleinen Kindern überhaupt möglich ist.

Heute hatten wir so einen Tag eingeplant. Programm war nichts tun, Massage und Coiffeur für die Modis.

Am Morgen brachte Claude Josephine Schach bei. Gioia spielte mit Annina und malte später mit Wasserfarben. Bei den Hörspielen waren Märchen angesagt. So vergingen die Morgenstunden.

Da der „Coiffeur und SPA“ direkt bei unserem Cottage über die Strasse liegt, mussten wir keine weiten Wege gehen. Auf den Schildern stand gross alle Massage Varianten, Pedicure, Manicure und HAIR CUT!

Nach dem Mittagessen und einer Ruhepause ging es los. Als wir ins Studio kamen, war ein Teil des Personals noch am Schlafen. Das ist in Asien üblich. Meist hat das Personal sehr lange Arbeitszeiten, wenn aber nicht viel los ist, wird auf dem Handy gespielt, Filme geschaut oder auf dem Massagetisch ein Nickerchen genommen.

Aber ein Coiffeurstuhl war weit und breit keiner sichtbar. Dennoch fragten wir, ob sie wie angeschrieben auch Haare schneiden. Mit balinesischer Freundlichkeit lautete die Antwort: Yes!

Josephines Haare waren etwas zerzaust. So standen 3 Mitarbeiter mit Wasserspray und Kamm um sie herum und versuchten die Haare zu entwirren.

Als der etwas verschlafene Mitarbeiter bei Josephines Haaren begann Hand anzulegen, begann es mir zu grauen und der Schweiss lief mir nur so runter. Schon wie er die Schere bediente und Josephines Haare in die Finger nahm war total unprofessionel. Was dabei rauskam war ein balinesischer Zickzack bester Güte.

Irgendwann konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und intervenierte. Dann holten sie den Chef, welcher mir erklärte er könne es besser probieren, sei aber nur Männerhaare gewohnt.

Was haben wir uns da eingebrockt!?!?

Der Chef nahm schon Schere und Haare anders in die Hand und am Ende entstand doch noch ein passabler Haarschnitt. Den Rest werden unsere Haarspezialisten vom Capello d’Oro im Gwatt nach der Reise wieder richten.

Trotz des schwierigen Startes waren wir dann doch positiv überrascht, denn die Kurzhaarfrisur steht Josphine sehr gut. So konnten wir uns doch noch alle darüber freuen. Mama Annina kam etwas später gut massiert zurück. Massagen scheinen in diesem Laden besser zu klappen als HAIR CUTS. Anschliessend spielte Josphine noch lange Frisörsalon: Mama, kannst du dich mal auf den Stuhl setzen? Du bist meine erste Kundin 😋.

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