Papier aus Elefanten…

Heute Morgen stand ein weiterer Ausflug gemäss Empfehlung von Diana (Managed zusammen mit ihrem Mann das Juniper Tree) auf dem Programm. Wir gingen per Taxi zum Poopoopaperpark. Hier wird Elefantenmist in zu handgemachtem Papier verarbeitet.

Gioia war nicht begeistert und wollte keinen Ausflug machen. Sie könnte den ganzen Tag im Pool verbringen. Josephine war zurückhaltend neugierig. Nach einer dreiviertelstündigen Taxifahrt kamen wir am Zielort an.

Willkommen geheissen wurden wir mit Körben von getrocknetem Elefantenmist angeschrieben in allen verschiedenen Weltsprachen.Josephine schaut sehr kritisch, man hält auch nicht jeden Tag Elefantenmist in den Händen 😉Zuerst wird der Elefantenmist über drei Stufen gewaschen.Dann wir der Elefantenmist über Stunden gekocht um die Keime und Bakterien abzutöten.Anschliessend werden die übrig bleibenden Fasern mit Lebensmittelfarbe eingefärbt.Daraus entstehen Faserbälle nach Papiergrösse (Josephine A2, Gioia A4).Nun werden die Bälle aufgelöst und in einem Wasserbad auf Siebrahmen gleichmässig verteilt.Wenn man seine Arbeit gut macht entsteht ein grosses gleichmässiges Papier ohne Löcher.Zum Anschluss der Tour konnten die Kinder Produkte aus handgefertigtem Papier verzieren. Unsere Modis durften beide ein kleines Notizbuch verzieren und taten dies bis praktisch keine Platz mehr auf den Büchern übrig war. Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug. Sogar Gioia liess sich mit wenig Aufwand vom „Choslä“ und „Baschtlä“ begeistern. Josephine erkundigte sich plötzlich nach dem Wochentag und meinte auf die Antwort: „Das passt super mittem Baschtlä, am Dsistig hei mir nämlech immer Wärkä ir Schueu.“

Denn Nachmittag verbrachten wir nach einem kurzen Nickerchen beim Baden. Bei tropischen 40 Grad und schönstem Wetter ist dies für uns naheliegend.

Beim Nachtessen hatten wir wieder spannende Gesellschaft. Zum einen war ein norwegischer Augenarzt, der in Tajikistan arbeitet bei uns am Tisch. Und vis-à-vis sass ein Ehepaar (er aus Guatemala, sie aus den USA), welche zusammen in Indien an einer Schule mit 700 Schülern arbeiten. Er betreut die Informatik und sie arbeitet als Englischlehrerin.

Am Abend war Gioia richtig müde. Sie schlief bei brennendem Licht in ihrem Bett ein während Josephine ihr aus einem Erstlesebuch vorlas.

Während ich den heutigen Blogeintrag schreibe ist Annina am Arbeiten. Ja, ihr lest richtig! In den letzten Tagen hatte sie ein Gespräch mit einer Schweizerin, welche mit ihrer Familie in Laos lebt. Dort lebt auch eine Familie aus den Philippinen. Ihr älterer Sohn ist ca. 5 Jahre alt, spricht nicht und verhält sich auch sonst eher auffällig. Sehr wahrscheinlich leidet der Junge an einer Form von Autismus. In der laotischen Kultur ist es beschämend ein Kind mit auffälligem Verhalten zu haben. Daher gibt es auch keine Unterstützung. Heute hat die Familie Annina angefragt, ob sie nicht unterstützendes Material hätte, damit es ihnen besser gelingt den Jungen in seiner Entwicklung zu unterstützen. Daher war das Abendprogramm von Annina natürlich für heute gegeben.

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