Als ich vor der Reise zu Gioia sagte, dass wir dann Elefanten sehen würden, wusste sie nicht recht, was sie davon halten sollte. Am Tag zuvor hatte sie Angst und wollte nicht mitkommen. Da ich ihr aber dann den genauen Ablauf erzählte, freute sie sich dann doch.
Die lange Hinreise überstanden die Mädchen ohne das kleinste Murren. Wir waren nebst der Hitze auf dem Pickup auch der schlechten Luft ausgeliefert. Doch die Mädels taten so, als wäre dies alles selbstverständlich. Schliesslich gab es viel zu sehen. Zuerst die Stadt, danach den Dschungel!
Gioia freute sich sehr über das Füttern, hatte aber lange Respekt davor, den Elefanten zu streicheln. Vom Einschmieren mit Schlamm hielt sie wenig. Ich hielt sie hoch, damit sie mit mir auf der gleichen Höhe war und brauchte einige Überredungskünste, damit sie es wagte, die Elefantenhaut zu streicheln. Eine Elefantenhaut ist sehr faltig, hart und rauh, überall hat es grosse und feste Haare und alles ist mit einer dicken Staubschicht überzogen. Ein unglaubliches, aber auch seltsames Gefühl. Zwischendurch flattern die Ohren, wenn man nicht aufpasst, kriegt man von den Ohren eine Patsche an den Kopf. Der Rüssel ist lustig: Dieser kann kräftig zupacken: So hatte der kleine Elefantenbulle Jimmy meist nicht nur das Zuckerrohrstück, sondern auch gleich die Hand von Gioia mit in den Rüssel gewickelt. Das hat Gioia weiter nicht gestört, nur dass die Hand dann dreckig war.
Wir waren mit 4 Elefanten unterwegs: drei Weibchen, zwei davon waren älter, etwa 38 Jahre alt und ein jüngeres Weibchen 26 Jahre alt. Dann war da noch der Elefantenbulle Jimmy mit 16 Jahren. Jimmy haben wir gefüttert und das jüngste Weibchen gebadet. Leider waren die Namen etwas kompliziert, daher nannte Josephine sie Dumba.
Auf der Wanderung mit den Elefanten haben wir auch den Dschungel bestaunen können. So konnten wir beobachten, woher eigentlich Bananen kommen, wie eine Bananenstaude aussieht und wie die Bananen daran wachsen.
Beim Baden im Fluss hielt sich Gioia ein wenig zurück. Kein Wunder, denn das Flusswasser war erfrischend kalt. Bei uns kam es nur bis zum Knie, aber bei Gioia bis über den Bauchnabel. Das macht einen grossen Unterschied! Als alles vorüber war, Elefanten und Menschen wieder sauber gewaschen waren, wer hat sich denn am Flussufer wie ein Elefant mit Sand eingeschmiert? Natürlich Gioia 🙂
Josephine genoss es in vollen Zügen und machte alles mit, sogar das Baden beim Wasserfall. Dort hatte es wunderschöne grosse Schmetterlinge! Der Abschied von den Elefanten viel Josephine schwer, da kam die Überraschung des Guides gerade richtig: Alle erhielten als Geschenk einen selbstgenähten Plüschelefanten. Da leuchteten die Augen der Mädchen erneut.
Siehe: hugelephantssanctuary.com
